Anrechnungszeiten

Description

Zum Ausgleich von Nachteilen, die Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung durch beitragslose Zeiten entstehen, können bei der Rentenberechnung unter bestimmten Voraussetzungen Anrechnungszeiten berücksichtigt werden. Solche können insbesondere sein: Zeiten einer Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, Zeiten, in denen Versicherte Leistungen von medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten haben. Zeiten von Schwangerschaft und Mutterschaft während der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz sowie Zeiten nachgewiesener Arbeitslosigkeit, sofern durch die genannten Zeiten eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird, ferner Zeiten einer nach Vollendung des 17. Lebensjahres liegenden Schulausbildung, einer Fachschul- oder Hochschulausbildung, letztere allerdings insgesamt höchstens bis zu acht Jahren. Für Renten, die ab dem 01.01.2005 beginnen, wurde die Bewertung von Anrechnungszeiten wegen Schul- und Hochschulausbildung bei der Rentenberechnung schrittweise vermindert. Bei Rentenbeginn ab dem 01.01.2009 führen diese Zeiten schließlich nicht mehr zu einer direkten Rentensteigerung. Für Zeiten einer Ausbildung an Fachschulen und in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen verbleibt es jedoch weiterhin bei der früheren Bewertung.

Seit 01.01.2002 sind Zeiten einer Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, der Teilnahme an Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben, von Schwangerschaft und nachgewiesener Arbeitslosigkeit nach Vollendung des 17. und vor Vollendung des 25. Lebensjahres auch dann Anrechnungszeiten, wenn sie keine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen haben. Seit 01.05.2003 sind auch Zeiten, in denen Versicherte bei einer deutschen Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchende gemeldet waren, als Anrechnungszeiten zu berücksichtigen. Zeiten, in denen Versicherte wegen des Bezugs von Sozialleistungen versicherungspflichtig waren, sind Beitragszeiten. Die Anrechnungszeiten gehen über die Gesamtleistungsbewertung in die Rentenberechnung ein.

§§ 58, 71-74, 252, 252a, 253, 263 Sozialgesetzbuch VI

Gesetzliche Rentenversicherungsträger

www.deutsche-rentenversicherung.de

Legal bases

Remedy

Widerspruchsverfahren vor Sozialgerichtsprozess

Widerspruch, sozialgerichtliche Klage

Status: 12.06.2014

Responsible for editing: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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Leistungsbeschreibung aus der Sozialfibel

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